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Statistiken der Europäischen Zentralbank zur Bankenaufsicht für das vierte Quartal 2020

Im April 2021 hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Statistischen Bericht zur Bankenaufsicht Ende des vierten Quartals 2020 veröffentlicht und damit erstmals aggregierte Statistiken zu Risikokosten und Krediten oder Kreditaufnahmen, die COVID-19 Pandemie Maßnahmen unterliegen, öffentlich zugänglich gemacht. Auf diese Weise den Geschäftstätigkeiten und Anforderungen systemrelevanter Banken in ganz Europa folgend, die sich auf regulatorisches Kapital, Kapitalanforderungen für Kredit-, Markt- und operationelle Risiken sowie Liquidität beziehen, trägt dieser Bericht zur Etablierung gemeinsamer regulatorischer und aufsichtsrechtlicher Standards und Praktiken in Europa bei, Stellungnahmen abzugeben, geeignete Leitlinien und Empfehlungen auszuarbeiten, Regulierungs- und andere Standards zu entwerfen. Durch die Analyse des Berichts selbst ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt wichtig, alle Änderungen und Abweichungen vom Regelmäßigen zu bemerken, die durch die COVID-19-Virus-Pandemie verursacht werden.

Alle Indikatoren des Berichts aus dem letzten, vierten Quartal zeigen, dass der Stabilitätstrend aus den Vorquartalen, insbesondere dem dritten, beobachtet wird, aber auch, dass auf der Ebene der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten eine Reihe von Mechanismen aktiviert wird, die gegen die Auswirkungen der Pandemie einige Ergebnisse geben. Trotzdem erfährt die Wirtschaftskrise wie erwartet in den letzten Monaten des Jahres 2020 und im Laufe des Jahres 2021 ihren vollen Niederschlag, wie alle Vergleichsparameter des Quartals im Jahr 2020 sowie die Ergebnisse der Parameter von 2019 belegen.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass der Kapitalbedarf relevanter , dh systemrelevanter Finanzinstitute (Banken unter Aufsicht der Europäischen Zentralbank) im Vergleich zu den Vorquartalen konstant und kontinuierlich wächst. Am Ende des letzten, vierten Quartals lag die Quote dieser Forderungen bei 19,51 %, was etwas höher ist als die Quote aus dem dritten Quartal von 19,05 % und fast einen vollen Prozentsatz höher als die Quote aus dem zweiten Quartal von 18,66 % ist.

Der Anteil der schlechten Platzierungen (NPL-Platzierungen) am Gesamtplatzierungsgrad ist stetig rückläufig, sodass er zum Ende des vierten Quartals 2020 mit einer Quote von 2,63 % auf einem neuen historischen Minimum (seit es ist vom 2015 gemesst) liegt. Der Gesamtsaldo der NPL-Platzierungen verringerte sich innerhalb eines Jahres um 12,4 %, dh umgerechnet in Nominalwerte ergab sich ein Rückgang von 506 Mrd. EUR im vierten Quartal 2019 auf 444 Mrd. EUR im vierten Quartal 2020. Obwohl sich das Niveau der NPL-Platzierungen in den letzten Jahren auf Ebene der Europäischen Union sogar halbiert hat, hinken Griechenland und Zypern im Durchschnitt immer noch hinterher, die seit langem am stärksten von der Problematik dieser Platzierungen betroffen sind. Traditionell beträgt der Anteil Griechenlands an diesen Vermittlungen etwa 25 %, während die Quote in Luxemburg mit 0,78 % am niedrigsten ist.

Die Gesamtliquiditätsquote verzeichnete im gesamten Jahr 2020 ein kontinuierliches Wachstum und belief sich im vierten Quartal des Jahres auf 171,78 % gegenüber 145,93 % im vierten Quartal 2019. Dieser Wachstumstrend im Vergleich zum Vorjahr ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen (was wohl auch auf den abnehmenden Anteil der NPL-Platzierungen an den Gesamtplatzierungen zurückzuführen ist) und ist generell ein Indikator für die Stabilität und Liquidität des Systems, dh seine Fähigkeit, alle kurzfristige Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Als einer der wichtigsten Rentabilitätsindikatoren liegt die Kapitalrendite (RoE) im vierten Quartal 2020 mit 1,53 % immer noch weit unter 5,16 % gegenüber dem Vorjahr, was auf einen starken Rückgang des Betriebsergebnisses hindeutet.

Mit der Veröffentlichung des Berichts, also der Daten aus dem vierten Quartal 2020, veröffentlicht die EZB erstmals Statistiken zu den Risikokosten nach geschätzten Kreditverlusten und Wertminderungen im relevanten Zeitraum. Die Gesamtrisikokosten stiegen im Jahr 2020 und beliefen sich zum Ende des vierten Quartals desselben Jahres auf 0,67 %, gegenüber 0,50 % im Vorjahr.

Die im neuesten EZB-Bericht enthaltenen Parameter reden von der allgemeinen Stabilität des Bankensystems, aber auch von der unvermeidlichen Zunahme der Auswirkungen der Krise durch die COVID-19-Virus-Pandemie, insbesondere im Vergleich zu den Parametern aus dem Jahr 2019, als das Geschäft und das Leben fließt in größere Turbulenzen. Fakt ist, dass Hilfspakete in der Wirtschaft wesentlich zur Erhaltung und Aufrechterhaltung der Stabilität beigetragen haben, aber es besteht kein Zweifel, dass eine vollständige Erholung der Wirtschaft, an der das Bankensystem maßgeblich beteiligt ist, kurzfristig nicht zu erwarten ist. Es sind die diskutierten neuen Messungen zu den Risikokosten, die ein Indikator für die Notwendigkeit sein können, die Restriktivierung der Risikopolitik zu erhöhen, was in Zukunft möglicherweise zu einer Verschlechterung bestimmter Parameter führen kann.