Kreditaktivität der Banken im ersten Quartal 2021

Kreditaktivität der Banken im ersten Quartal 2021

Basierend auf den verfügbaren Daten der Serbischen Nationalbank, die im Bericht mit dem Titel "Trends der Kreditvergabe im ersten Quartal 2021" veröffentlicht wurden, wird der Schluss gezogen, dass die Kreditvergabe der Banken im ersten Quartal des laufenden Jahres den Wachstumstrend fortgesetzt hat. Angesichts der hohen Basis seit Anfang letzten Jahres und der höheren Kreditlaufzeiten nach dem zweiten Moratorium verlangsamte sich das Wachstum der gesamten Inlandskredite im ersten Quartal jedoch gegenüber dem Vorjahr auf durchschnittlich 8,7% .

Kredite an die Wirtschaft

Bei den Krediten in der Wirtschaft verlangsamte sich deren Wachstum gerade aufgrund der hohen Fälligkeiten aus der Vorperiode, so dass das Wachstum gegenüber dem Vorjahr im ersten Quartal 4,9 % betrug (gegenüber 9,1 % im Dezember 2020). Auf dem Niveau des ersten Quartals, nach Ausklammerung der Wechselkursveränderungen, nahmen die Kredite in der Wirtschaft um 8,4 Mrd. Dinar oder 0,6% zu.

Dieses Wachstum wurde ausschließlich durch die Kreditvergabe in Dinar getragen, die durch die Bewilligung von 24,9 Mrd. Dinar Krediten aus dem Garantieprogramm im ersten Quartal getragen wurde. Die Laufzeit dieser Kredite wurde leicht verkürzt, so dass im März 86,0% der gesamten Unternehmenskredite auf langfristige Kredite entfielen und damit 0,9 Prozentpunkte weniger als am Ende 2020.

Wenn wir uns die Zwecke ansehen, verzeichneten die Investitionskredite (8,0 Mrd. Dinar) den größten Anstieg im ersten Quartal 2021, während die Kreditaufnahme auf der Grundlage von Betriebsmittelkrediten (derzeit die häufigste Kategorie) und die Liquidität (2,8 Milliarden Dinar) zunahmen. Der größte Anstieg der Verschuldung kam aus den Bereichen Verkehr, Wohnen und Bauen.

Der Anteil der notleidenden Kredite an den Gesamtkrediten der Wirtschaft betrug im ersten Quartal 2021 3,1%, was dem Stand von Ende 2020 entspricht, während er im Vergleich zum Juli 2015 (unmittelbar vor Umsetzung der Strategie *) um 21,9 Prozentpunkte niedriger ist. Der Deckungsgrad der notleidenden Kredite liegt weiterhin auf hohem Niveau - die Wertberichtigung der Gesamtkredite betrug im März 91,2 %, während die Wertberichtigung der notleidenden Kredite bei 58,8 % lag.

Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für neu genehmigte Dinar-Kredite an die Wirtschaft sank von 3,3 % im vierten Quartal 2020 auf 2,8 % im ersten Quartal 2021, während der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für Kredite in Euro im Gegensatz zu Dinar-Krediten um 0,3 % gesenkt wurde.

Kredite an Haushalte

Das Wachstum der Buchkreditvergabe an private Haushalte im März (11,5%) war im Jahresvergleich ähnlich wie im Dezember 2020. In diesem Quartal stiegen die Kredite an private Haushalte ohne Wechselkurseffekte um 22,5 Milliarden Dinar oder 1,8 %. Dieses Wachstum wurde von Wohnungsbaukrediten getragen, die im ersten Quartal für fast ¾ Wachstum der Privatkundenkredite verantwortlich waren.

Im Vorjahr hat die Nationalbank eine Reihe von Massnahmen beschlossen, deren Wirkung auch im ersten Quartal 2021 zu einer guten Realisierung der Kredite an private Haushalte beigetragen hat. Das Volumen der neu genehmigten Kredite an private Haushalte belief sich im ersten Quartal auf 126,2 Milliarden Dinar, das sind 22,1 % mehr als im ersten Quartal 2020. Banken durften die Rückzahlungsfrist von Wohnungsbaudarlehen um fünf Jahre verlängern, zudem wurde der Anteil für den Kauf der ersten Wohnimmobilie von 20 % auf 10 % reduziert, mit einer Reduzierung des Mindestbaugrades, dessen Ausstattung mit Wohnungsbaudarlehen der Banken finanziert werden.

Der Anteil der notleidenden Kredite an den gesamten Krediten an private Haushalte lag im März bei 4,1 % und damit um 0,4 Prozentpunkte mehr als am Ende 2020. Im ersten Quartal blieb der Anteil der Problemkredite bei den Wohnungsbaukrediten unverändert, während er bei den sonstigen nicht kategorisierten Krediten zurückging und bei den anderen Kreditkategorien ein Wachstum von 0,4 Prozentpunkten verzeichnet wurde.

Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für neu genehmigte Euro-indexierte Kredite an private Haushalte lag im ersten Quartal 2021 mit 3,2 %, und das ist um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vorquartal.

Die Kreditstandards haben sich in diesem Quartal nicht geändert, obwohl eine Verschärfung erwartet wurde. Im Gegensatz zur Vorperiode wird eine Phase leichter Lockerungen erwartet, die vor allem von günstigeren Aussichten am Immobilienmarkt und einer höheren Risikobereitschaft geprägt sein wird.

* Strategie zur Lösung von Problemkrediten (Amtsblatt der RS Nr. 72 vom 19. August 2015)